Heilpraktikerin

Blutegel bei Schmerzen

Blutegel als Therapie bei Schmerzen                                    

Altes Heilwissen, neu entdeckt

Die Blutegelbehandlung gehört zu den sogenannten ausleitenden Therapiemethoden und wird in der Alternativmedizin in vielen Bereichen angewendet, insbesondere wenn Schmerzlinderung und eine herabgesetzte Blutgerinnung erreicht werden sollen. Oft kommt das Verfahren dann zum Einsatz, wenn schulmedizinisch bereits alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden.
Zwei Studien haben die Wirksamkeit der Behandlung mit Blutegeln bei Kniearthrose untersucht. Die Blutegeltherapie war dabei der konventionellen Behandlung mit Medikamenten überlegen, die Schmerzen gingen bei der Mehrzahl der Teilnehmer zurück, die Wirkung hielt  sechs Monate und länger an.
Heilpraktiker, spezialisierte Ärzte und Kliniken wenden die Blutegelbehandlung zum Beispiel bei schmerzhaften Gelenkerkrankungen wie Kniegelenksarthrosen, Sprunggelenksarthrosen und rheumatische Erkrankungen an. Weitere Krankheiten, die mit dieser Therapieform behandelt werden können, sind unter anderem
Gicht
Rheuma
Nervenschmerzen
Wundheilungsstörungen
Durchblutungsstörungen
Krampfadern, Venenentzündung, Beschwerden nach Thrombosen (postthrombotisches Syndrom)
Sehnenscheidenentzündung
Herpes Zoster
Nicht geeignet ist die Therapiemethode bei
starker Blutungsneigung
akuten Infektionen
Magenblutungen
Schwangerschaft
gleichzeitiger Anwendung gerinnungshemmender Mittel
Gefäßerkrankungen (PAVK: Symptome, Stadien und Therapie der Schaufensterkrankheit, Diabetische Begleit- und Folgeerkrankungen)
Risiken und Nebenwirkungen der Blutegelbehandlung
Zu den häufigeren Nebenwirkungen einer Behandlung mit Blutegeln zählt neben leichten Schwellungen, Blutergüssen und vorübergehendem Juckreiz an der Bissstelle auch Kreislaufschwäche. Grund dafür dürfte der Wirkstoffcocktail sein, den der Blutegel in die Bisswunde abgibt. Vorbeugend wird deshalb empfohlen, am Behandlungstag zu ruhen und viel zu trinken.
Als seltene Nebenwirkung wird eine Wundinfektion an der Bissstelle genannt, die in der Regel gut mit einem Antibiotikum zu behandeln ist. Um das Infektionsrisiko gering zu halten und Krankheitsübertragungen auszuschließen, dürfen die Blutegel nur einmal verwendet werden.
Auch lokal begrenzte allergische Reaktionen oder verstärktes beziehungsweise lang anhaltendes Nachbluten wurden beobachtet. Mit Letzterem ist vor allem dann zu rechnen, wenn die Blutegel direkt an einer Vene angesetzt werden, beispielsweise zur Behandlung von Krampfadern. Dies macht das Anlegen eines Druckverbands erforderlich.

Heilpraktikerin
Heike Hanisch
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