Heike Hanisch

Heilpraktikerin und Ästhetik

Blutegel – Therapie

ein sanfter Aderlass                                                              

 

Die Blutegeltherapie gehört zu den so genannten ausleitenden Heilverfahren. Hierbei steht die Beseitigung von lokalen Fülle-, Stauungs- und Schmerzzuständen aufgrund eines Blut – und Lymphödems und Schmerzen des Bewegungsapparates im Vordergrund. 

 

Die Wirkung der Blutegeltherapie

Während die Egel das Blut saugen, setzen sie auch bestimmte Wirkstoffe frei. Der wichtigste wird Hirudin oder Eglin genannt . Dieser hat eine gerinnungshemmende Wirkung, das heißt, er sorgt dafür, dass sich die Bisswunde erst einmal nicht verschließt. Das ist auch der Grund für das lange Nachbluten der Wunde. Außerdem regt er den Lymphstrom an und kann durch die lokale Gefäßerweiterung krampflösend und entzündungshemmend wirken.
Andere Wirkstoffe des Blutegels fördern die Durchblutung. Das gilt ebenso für den einhergehenden Blutverlust. Da sich dieser wegen der langen Nachblutungen über mehrere Stunden hinzieht, kann eine Blutegeltherapie mit einem sehr langsamen, sanften Aderlass verglichen werden. Er wirkt gleichsam entstauend, hemmt Entzündungen und verdünnt das Blut.

 

Studienlage zur Blutegeltherapie

 

Mehrere randomisierte kontrollierte Studien konnten die Wirksamkeit der Blutegeltherapie hinsichtlich Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung für die Indikationen Gonarthrose, Rhizarthrose und Epikondylitis belegen . Die Wirksamkeit des Therapieverfahrens bei Gonarthrose ist durch eine Metaanalyse belegt . Zwar lässt sich der Rückenschmerz nur bedingt mit anderen muskuloskelettalen Schmerzsyndromen vergleichen, doch erscheint eine Überprüfung der Wirksamkeit vor diesem Hintergrund als gerechtfertigt.
Der exakte Wirkmechanismus der Blutegeltherapie ist noch nicht endgültig geklärt. Während des etwa 60-minütigen Saugaktes geben die Blutegel ihren Speichel in die Wunde ab. Dieser enthält mehr als 100 biologisch aktive Substanzen . Jüngere biochemische Untersuchungen identifizierten dabei Wirkstoffe mit gerinnungshemmenden, aber auch analgetischen und antiinflammatorischen Eigenschaften . Darüber hinaus enthält der Speichel der Tiere Hyaluronidase, welche die Eindringtiefe der weiteren pharmakologisch aktiven Substanzen fördert. Außerdem können ein antinozizeptiver Effekt durch den Blutegelbiss sowie unspezifische Effekte durch die ungewöhnliche Natur der Therapie vermutet werden, die sich zum klinischen Gesamteffekt addieren. ( Auszug aus dem Ärzteblatt 47/2018)

 

Anwendungsgebiete:

  • Varikosis (Krampfadern)
  • Thrombophlebitis , Phlebitis ( Venenentzündung)
  • Epicondylitis(Tennisellenbogen )
  • Arthrose (Knie, Daumensattelgelenk)
  • Adnexis (Entzündung des weibl. Unterleibes)
  • Angina pectoris (Herzenge)
  • Apoplexie (Schlaganfall)
  • Arthritis (akute u. chronische Gelenkentzündungen)
  • Furunkel u. Karbunkel
  • Hämatom (Bluterguss)
  • Herpes Zoster (Gürtelrose)
  • Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Muskelverspannungen /Verhärtungen
  • Patellarspitzensyndrom (Überlastungserkrankung  der Kniescheibe)
  • Rheuma
  • Tendovaginitis (Sehnenscheidenentzündung)
  • Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • Ulcus cruris (offenes Bein, Unterschenkelgeschwür)
  • Varikosis (Krampfadern)

 

Kontraindikationen

Bei Menschen, die körperlich stark geschwächt sind und/oder unter Anämie (Blutarmut) leiden, sollte die Blutegeltherapie nicht eingesetzt werden. Bei Kindern und Schwangeren ist ebenfalls vom Einsatz der Blutegel abzusehen. Weitere Kontraindikationen sind Blutgerinnungsstörungen, Erkrankungen im arteriellen Gefäßsystem, eine bekannte Allergie gegen das Sekret der Blutegel, Diabetes sowie Autoimmunkrankheiten.

 

Hinweis nach deutschem Heilmittelwerberecht
(HWG), §3 Nr. 1
Bitte beachten Sie, dass es sich bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Verfahren der alternativen Medizin handelt, die wissenschaftlich noch nicht anerkannt sind. Alle Angaben über Eigenschaften, Wirkungen und Indikationen beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungen innerhalb der Therapiemethoden selbst. Aus rechtlichen Gründen weise ich darauf hin, dass bei keiner der aufgeführten Therapien der Eindruck erweckt werden soll, dass hier ein Heilversprechen bzw. Linderung oder Verbesserung einer Erkrankung oder Störung versprochen oder garantiert wird.

Meine Kontaktdaten:

Heilpraktikerin
Heike Hanisch
Wustrower Straße 28
18230 Ostseebad Rerik
Tel: 038296/74048
e.mail:heikehanisch@t-online.de

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