Heike Hanisch

Heilpraktikerin und Ästhetik

Darm

 “Die Gesundheit sitzt im Darm” sagt eine alte Weisheit . Wie recht sie damit hat, können neueste Studien belegen.      

      “Jeder ist nur so gesund wie seine Darmbakterien.”                                               

Wir wissen heute, es gibt keine chronische Erkrankung ohne Beteiligung unseres Mikrobioms (Darmflora) !

Beeindruckende Zahlen:

  • 100 Billionen Bakterien besiedeln den Darm
  • 1400 Mikrobenarten sind im Darm vertreten
  • 400 qm groß ist die Oberfläche der Darmschleimhaut 
  • 100-200 Millionen Neuronen (Nerven) durchziehen unseren Darm. Das sogenannte “Bauchhirn” agiert selbständig und tauscht Informationen mit dem “Kopfhirn” aus.
  • Bei jungen Erwachsenen stieg die Zahl der Reizdarm Diagnosen innerhalb von 12 Jahren (2005-2017) um 70% an.
  • 80% unseres Immunsystems sitzt im Darm
  • Jeder Mensch hat seine ureigene individuelle Darmflora, die meist im Alter von 1 Jahr fertig ausgebildet ist.

 

Aufgaben der Darmbakterien

  • Stimulation und Training des Immunsystems
  • Verdrängung von Krankheitserregern
  • Unterstützung der Resorption von Nährstoffen wie Kalzium und Eisen
  • Vitamin Versorgung: Synthese von Vitamin B1,B2,B6,B12 und K im Darm
  • Erzeugung und Freisetzung wichtiger Enzyme und anderer Substanzen zur Unterstützung biologischer Vorgänge im Körper
  • Erzeugung und Freisetzung von Neurotransmittern und anderen chemischen Stoffen (z.B. Vitaminen) für das Gehirn
  • Produktion von Verdauungsenzymen
  • Synthetisierung von Hormonen
  • Aufrechterhaltung des pH Wertes
  • Unterstützung der Verdauung: Abbau schwer verdaulicher Kohlenhydrate 
  • Erhaltung der Unversehrtheit der Darmschleimhaut
  • Produktion kurzkettiger Fettsäuren wie :Ameisensäure; Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure( Butyrat), die das Darmmilieu mitbestimmen; kurzkettige Fettsäuren dienen als Energiequelle für die Darmschleimhautzellen
  • Förderung der Darmperistaltik (Bewegung)
  • Bekämpfung von Entzündungen ;bes. Buyrat wirkt entzündungshemmend 
  • Verstoffwechselung von Arzneimitteln
  • Entgiftung von Fremdstoffen
  • Neutralisierung krebserregender Bestandteile

 

Darmeigenes Immunsystem – oft völlig überlastet

Was schädigt die Darmflora ?

  • Arzneimittel wie Antibiotika, Cortison, Schmerzmittel
  • Magensäureblocker
  • Entzündungshemmer z.B. Aspirin, Ibuprofen, Diclofenac
  • Antibabypille
  • Hormone
  • Steroide (Anabolika zum Muskelaufbau)
  • Chemotherapie und Bestrahlung
  • krankmachende Bakterien wie Salmonellen, Clostridien
  • krankmachende Pilze, Viren, Parasiten
  • Umweltschadstoffe/Wasser
  • Elektrosmog/ geopathische Belastungen
  • Spritz- und Düngemittel aus Landwirtschaft und Tierhaltung
  • Toxine (Gifte) aus Industrie, Haushalt und Verkehr
  • ungesunde Ernährung: zu viel Zucker, Weißmehl, zu wenig Ballaststoffe, minderwertige Fette, Farbstoffe, Konservierungsmittel
  • künstliche Süßstoffe
  • Alkohol
  • Stress
  • Infektionen

 

Die Dysbiose

Dysbiose bedeutet: Unter den soeben benannten störenden/toxischen Einflüssen hat sich:

  1. die Darmflora und/oder
  2. die Darmschleimhaut

entzündlich/krankmachend verändert.

 

Wechselbeziehung Dysbiose & Krankheiten

Eine verringerte Artenvielfalt an Bakterien des Mikrobioms kann ursächlich sein für viele immunologische, neurologische, internistische und orthopädische Krankheiten.

Ein Ungleichgewicht an guten Darmbakterien, erhöhte pathogene Bakterien, Darmparasiten, Darmpilze und Entzündungsprozesse im Darm wie auch das Leaky Gut Syndrom ( Durchlässigkeit der Darmschleimhaut) sind Ursache für diverse Krankheiten wie Migräne, Allergien, Neurodermitis, Depressionen und Angstzustände, Darmentzündungen, Darmtumore, Darmkrebs. 

Immunsystem-, Herz- und Blutgefäßerkrankungen wie auch chronische Müdigkeit und Konzentrationsmangel, Übergewicht, Autismus, Alzheimer usw. haben ihre Ursache im Darm.

Bakterien haben zudem Einfluss darauf, welche Krankheiten sich im Körper manifestieren werden.

Das innere Milieu des Körpers kann Einfluss darauf haben, ob eine Krankheit für die eine genetische Veranlagung vorliegt, wirklich zum Ausbruch kommt oder nicht.

 

Darmflora, Nerven, Gehirn & Psyche

Mindestens 40 Nervenbotenstoffe werden im Darm produziert, zu denen auch das “Glückshormon” Serotonin gehört sowie Dopamin und GABA.

Über diese Botenstoffe kommunizieren Darm und Gehirn ständig miteinander. Daher spricht man vom “Darmhirn”.

Der Vagusnerv ist die Hauptverbindungsachse zwischen Darm und Kopf und leitet Informationen von den Nervenzellen der Darmwand an die Gefühlszentrale des Hirns, das limbische System.
Dabei können Stoffwechselprodukte an den Rezeptoren der Nerven andocken und dadurch Signale auslösen. Über 90% der Informationen wandern vom Darm zum Gehirn. Das Gehirn sendet nur 10% an den Darm zurück.
Das Gehirn kann ohne einen gesunden Darm nicht optimal arbeiten!
“Ein Ungleichgewicht im Darm- Hirn- Link kann zu Krankheiten beitragen, die häufig das Wohlbefinden senken und die Lebenszeit verkürzen: Übergewicht, Diabetes, Herzkrankheiten, Essstörungen, Depressionen, Autismus, posttraumatische Belastungsstörungen, Schizophrenie und Demenz.” (Prof. Dr. med. Gregor Hasler)

 

Alle Krankheiten beginnen im Darm . (Hippokrates)

 

Erkrankungen die mit einer gestörten Darmflora zusammenhängen:

Immunsystem:

  • chron. entzündliche Darmerkrankungen
  • Rheumatische Systemerkrankungen
  • Allergische Erkrankungen
  • Reizdarmsyndrom
  • Fibromyalgie
  • Hashimoto 
  • Zöliakie
  • Glutenempfindlichkeit
  • Nahrungsmittelallergien
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • chron. Müdigkeitssyndrom
  • MS Multiple Sklerose
  • Autoimmunerkrankungen

Nervensystem:

  • Stress
  • Angsterkrankungen
  • Essstörungen
  • Depressionen
  • Adipositas
  • Viszeraler Schmerz
  • Autismus
  • Demenz/Alzheimer
  • Parkinson
  • MS Multiple Sklerose
  • RLS – Restless Legs Syndrom

Stoffwechsel – Organe:

  • Adipositas
  • Heißhungerattacken
  • Diabetes mellitus
  • metabolisches Syndrom
  • Darmkrebs
  • Erkrankungen des Herz- Kreislauf Systems
  • Hautkrankheiten
  • Leaky Gut Syndrom
  • Mykosen (Pilzerkrankungen)
  • Sinusitis

Bewegungsapparat:

  • Osteoporose
  • Fibromyalgie
  • Rheumatische Systemerkrankungen

 

Symptome für eine Überbesiedelung mit Darmpilzen

  • Völlegefühl
  • Verstopfung
  • Depression
  • Durchfall
  • Müdigkeit
  • Nahrungsmittelempfindlichkeit
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • Reizbarkeit
  • Nagelinfektionen
  • Mundsoor
  • Gedächtnisprobleme
  • Hautprobleme
  • Heißhunger auf Süßes und Kohlenhydrate

Darmsanierung

Zunächst werden in einer umfangreichen Anamnese alle Symptome und Erkrankungen von Ihnen aufgenommen. 90% der Anamnese kann durch eine gründliche Befragung und Untersuchung abgedeckt werden , nur 10% Hilfestellung  bietet eine weitergehende Labordiagnostik.  Eine Stuhluntersuchung bei einem mikrobiologischen Fachlabor kann vorgenommen werden .

Danach erstelle ich eine individuelle Darmtherapie für Sie.  Denn je nach individuellen Symptomen bieten sich ganz unterschiedliche Präparate an. Z.B gibt es gezielt Präparate für Menschen, die zu viele der “dick machenden” Bakterien im Darm besitzen. Für diese Menschen ist abnehmen ohne eine Änderung der Darmflora kaum möglich .

Ein Mensch mit einer rheumatischen Erkrankung wiederum benötigt ein vollkommen anderes Präparat, als jemand der an Allergien oder einer Krebserkrankung leidet.  Zusätzlich erhalten Sie eine Einnahmeempfehlung für fehlende Vitamine, Mineralien, Enzyme … .  Auch die Einnahme bestimmter auf Ihre Beschwerden positiv wirkender Nahrungsmittel wird besprochen. Denn jeder Bakterienstamm hat andere Speisen “zum Fressen gern”.

Im übrigen gibt es diese Präparate auch für Ihre vierbeinigen Freunde (Hund und Katze).

Die Kombination verschiedener Wirkstoffe reinigt und regeneriert die Darmschleimhaut, wirkt regulativ, antientzündlich, Darmflora und Immunsystem aufbauend und Nachfolgeerkrankungen entgegen.

Die erforderlichen Präparate können Sie über eine Apotheke Ihrer Wahl beziehen . Die Einnahme der benötigten Substanzen erfolgt dann zu Hause.

Bedenken Sie: 1 Jahr krank = mind. 1 Monat Darmtherapie.

Bei jeder Antibiotikaeinnahme, Chemotherapie oder langfristiger Einnahme von Medikamenten ist eine Darmtherapie notwendig. Denn 80% unseres Immunsystems sitzen im Darm – es gibt keine Gesundheit mit einem kranken Darm !

Es gibt sehr viele Anbieter von Probiotika am Markt, die Wenigsten erfüllen allerdings wichtige Qualitätskriterien.  Bei den meisten Produkten werden die Bakterien bereits vor ihrer Ankunft im Darm abgetötet. Nachgewiesene Vermehrung der probiotischen Keime auch nach Beendigung der Einnahme ist nur für sehr wenige Produkte bisher bewiesen worden. Deshalb empfehle ich in meiner Praxis nur Probiotika für die diese Beweise vorliegen.

 

Das können Sie tun, damit Ihr Darm gesund bleibt:

  • Achten Sie auf eine regelmäßige Verdauung – natürlich ohne Abführmittel.
  • Ernähren Sie sich gesund mit viel Gemüse , guten Fetten und Ballaststoffen.
  • Essen  Sie wenig  Zucker , Fertignahrung, Fleisch  und Weißmehlprodukte. 
  • Verzichten Sie möglichst auf Konservierungsmittel in Ihrer Nahrung.
  • Trinken Sie viel, möglichst Wasser (mindestens 2l täglich).
  • Bewegen Sie sich täglich 30 Minuten an der frischen Luft.
  • Gleichen Sie Stress und Hektik mit Entspannungsverfahren aus.
  • Vermeiden Sie unnötige Medikamente.
  • Nehmen Sie fehlende Nähstoffe zu sich.
  • Führen Sie regelmäßig Entgiftung, Darmsanierung und Entsäuerung durch.
  • Entgiften Sie Ihren Darm zumindestens einmal jährlich. Dadurch haben schädliche Stoffe im Darm keine Chance.

Ein intakter Darm ist der Schlüssel zu Gesundheit und Wohlbefinden.

 

Hinweis nach deutschem Heilmittelwerberecht
(HWG), §3 Nr. 1
Bitte beachten Sie, dass es sich bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Verfahren der alternativen Medizin handelt, die wissenschaftlich noch nicht anerkannt sind. Alle Angaben über Eigenschaften, Wirkungen und Indikationen beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungen innerhalb der Therapiemethoden selbst. Aus rechtlichen Gründen weise ich darauf hin, dass bei keiner der aufgeführten Therapien der Eindruck erweckt werden soll, dass hier ein Heilversprechen bzw. Linderung oder Verbesserung einer Erkrankung oder Störung versprochen oder garantiert wird.

 

 

 

 

 

 

 

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