Der Angst den Boden nehmen.

 

„Zu wissen, dass Veränderung möglich ist,                                                                                   
und der Wunsch, Veränderung vorzunehmen,
dies sind zwei große erste Schritte
.

VIRGINA SATIR

 

Was ist Angst ?                                                           

 

 

Angst ist  ein natürlicher Schutzmechanismus, der uns in gefährlichen Situationen warnt.

Wenn die Angst jedoch zum Selbstläufer wird und vermehrt auftritt, ohne dass es einen realen Anlass dafür gibt, liegt eine Angststörung vor.

Körperlich äußert sich die Angst u.a. in vermehrter Schweißsekretion (insbes. a. d. Handinnenflächen), Muskelverspannungen (bes. im Schulter-Nacken-Bereich), Magenbeschwerden, Durchfall bzw. Kontrollverlust der Ausscheidungsfunktionen, Kurzatmigkeit, Brustbeklemmung, Herzklopfen, Schwindel, Zittern („Gänsehaut“) und geistiger Blockierung (Psychosomatik).

Neben ihren negativen Aspekten hat die Angst auch eine positive biologische Funktion als Warnsignal, welches der Bereitstellung von Aufmerksamkeit und Handlungspotentialen als Antwort auf Gefahr dient . Dadurch kann Motivation zum Handeln entstehen und  die Leistungsfähigkeit des Organismus gesteigert werden.

 

Angststörungen

 

Bei einer Angststörung dagegen beziehen sich die Ängste auf Situationen, die in Wirklichkeit gar nicht gefährlich sind. Es handelt sich hierbei um übertriebene, unrealistische, dauerhafte Befürchtungen und Ängste, die der Betroffene nicht kontrollieren oder abschalten kann.

Durch diesen Dauerstress kommt es zu einem ständig erhöhter Angstpegel, der mit  Anspannung und Ruhelosigkeit einhergeht. In Folge zeigen sich: Nervosität, Gereiztheit, Kopfschmerz, Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen, Muskelverspannungen, chronische Schmerzen und andere Symptome.

Sobald Ängste die Gefühlswelt dauerhafter belasten, den Alltag beeinträchtigen und die eigene Handlungsfähigkeit einschränken, ist es Zeit, ihnen auf den Grund zu gehen. Sie können Anzeichen für eine ernsthafte Angststörung sein.

 

Welche Symptome können auftreten ?

 

  • Innere Unruhe, Anspannung, Nervosität, Ruhelosigkeit
  • beschleunigter Herzschlag, Herzrasen
  • flache Atmung, kurze Atemzüge
  • Zittern
  • Schwitzen
  • feuchte, kalte Hände
  • Benommenheit
  • trockener Mund
  • Übelkeit, Magenprobleme
  • „Kloß“ im Hals
  • Muskelverspannungen
  • Langfristig: Müdigkeit, Erschöpfung, Schlaf- und Konzentrationsstörungen

 

Eine kleine Geschichte der Angst.

 

Die verscheuchten Elefanten:

 

Ein Mann klatscht alle zehn Sekunden in die Hände. Nach dem Grund für dieses merkwürdige Verhalten befragt, erklärt er: „Um die Elefanten zu verscheuchen.“ „Elefanten? Aber es sind hier doch gar keine Elefanten!“ Darauf er: „Na, also! Sehen Sie?“

aus „Anleitung zum Unglücklichsein von Paul Watzlawick.“

Angst lebt von der Vermeidung.

 

Das ist die Kernaussage der Geschichte der verscheuchten Elefanten. Die Elefanten bleiben für den Ängstlichen nur dadurch real, indem er sich permanent mit ihnen beschäftigt und Kraft aufwendet, sie fernzuhalten. Ob es diese Elefanten wirklich gibt, wie groß sie sind und ob überhaupt bedrohlich, spielt keine Rolle. Das ist das Wesen der Angst: Sie ist nicht logisch. Deshalb ist sie auch mit logischen Argumenten nicht zu beeindrucken.

Angst ist nicht logisch.

 

Ob es nun um Elefanten, die Dunkelheit, ein Virus, Ablehnung oder etwas ganz anderes geht – unsere Angst kann nur aufrechterhalten werden, wenn wir uns permanent damit beschäftigen, das was uns Angst macht, partout zu verhindern. Wir klatschen, lassen das Licht an, nähen Masken, stellen unsere eigenen Bedürfnisse zurück. So sind wir viel zu beschäftigt, um herauszufinden, was hinter unserer Angst eigentlich steckt. Dafür haben wir auch gar keine Zeit und außerdem – wir müssen doch klatschen! Wer weiß, was über uns hereinbräche, wenn wir gegenüber unserer Angst auch nur für einen Moment unaufmerksam würden?

 

Angst lebt von der Ungewissheit.

 

Sind Elefanten tatsächlich gefährlich, lauert in der Dunkelheit zwingend Gefahr, wie gefährlich ist diese Virus wirklich, gefährde ich meine Beziehungen, wenn ich auch einmal meine Meinung sage? All diese Gedanken leben nur von der Idee der Gefahr. Vielleicht sind da gar keine Elefanten. Oder zumindest nicht die, die ich mir in meiner großen Angst vorstelle. Oder ich stelle fest, ich kann ganz wunderbar souverän mit Elefanten, der Dunkelheit, meiner Verantwortung und sogar Ablehnung umgehen .

Hinweis nach deutschem Heilmittelwerberecht
(HWG), §3 Nr. 1
Bitte beachten Sie, dass es sich bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Verfahren der alternativen Medizin handelt, die wissenschaftlich noch nicht anerkannt sind. Alle Angaben über Eigenschaften, Wirkungen und Indikationen beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungen innerhalb der Therapiemethoden selbst. Aus rechtlichen Gründen weise ich darauf hin, dass bei keiner der aufgeführten Therapien der Eindruck erweckt werden soll, dass hier ein Heilversprechen bzw. Linderung oder Verbesserung einer Erkrankung oder Störung versprochen oder garantiert wird.

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