Heike Hanisch

Heilpraktikerin in Rerik

Burnout

„Wie geht es Dir wirklich???“

„Halt an! Dies ist nicht Dein Weg. Dieser Weg tut Dir nicht gut! Du musst etwas verändern! Jetzt!“ Burnout Therapie

 

Burnout beschreibt einen Zustand tiefer emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung.  Es ist ratsam sich frühzeitig Hilfe zu holen, denn bis zu einem gewissen Punkt ist ein Burnout gut behandelbar. 

 

 

Kennen Sie folgende Symptome ?

 

… mir ist einfach alles zu viel!

… ich fühle mich zu erschöpft für Freizeitgestaltung  und Freunde!

… ich bin vermehrt unruhig, gereizt, launisch und ängstlich!

… mein Körper fühlt sich schwer und müde und kraftlos an!

… ich habe Schlafstörungen!

… ich kann mich nicht konzentrieren, mir nichts merken, bin zerstreut!

… nichts macht mehr wirklich Spass, alles scheint sinnlos!

… ich habe oft körperliche Beschwerden (z.B. Kopf-Rückenschmerzen, häufige Infekte, Ohrgeräusche…)

So kann es nicht weitergehen!

 

Das Burnout Syndrom entsteht im Allgemeinen durch lang andauernden  Stress bei gleichzeitiger Verdrängung unserer persönlichen  Bedürfnisse und Wünsche. Unser Nervensystem schüttet permanent Stresshormone aus und ist ständig in höchster Alarmbereitschaft – bis das System versagt. Die Betroffenen leiden demzufolge unter einer starken körperlichen, geistigen und seelischen Erschöpfung, begleitet von Gefühlen der Mutlosigkeit, Ausweglosigkeit, Sinnlosigkeit und inneren Leere.

Somit kann das Ausgebranntsein als unüberhörbare Botschaft verstanden werden, die uns sagt: „So kann es nicht weitergehen!“ „Diese Art zu  leben macht keinen Spass und übersteigt meine Kräfte!“

Das Burnout Syndrom ist folglich eine „gesunde“ Reaktion auf eine anhaltende (Selbst-)überforderung und der Unterdrückung der Sehnsucht nach einem selbstbestimmten und sinnerfüllten, lebendigen Leben. Unser Organismus zieht hier sozusagen die Notbremse!

 

Burnout entwickelt sich zur Volkskrankheit

 

War das Phänomen Burnout vor 20 Jahren in der Regel nur als Managerkrankheit bekannt,  betrifft es heute mittlerweile alle Alters-, Berufs- und Gesellschaftsschichten. Neben Lehrern, Erziehern, Kranken- und Altenpflegern sind z.B. auch Hausfrauen, Schüler und Studenten betroffen.

Die Fülle der scheinbaren Anforderungen an den modernen Menschen haben sich seit jener Zeit derart erhöht, dass wir praktisch im Laufschritt leben müssten, wenn wir all diesen vermeindlichen Anforderungen entsprechen möchten. Unsere Zeit verlangt von uns scheinbar Multitasking, ständige Erreichbarkeit und reibungsloses Funktionieren. Dabei strengen wir uns oft über die Maßen an. Warum?

https://www.gesundheitsinformation.de/was-ist-ein-burnout-syndrom.html   Quelle: GI www.gesundheitsinformation.de

 

Vom großen Einsatz zum Burnout

 

Das Burnout Syndrom verläuft in Phasen: Zunächst stellen wir uns mit viel Kraft und gutem Willen unseren Aufgaben in Familie, Beruf und Privatleben, wollen möglichst in allen Bereichen funktionieren und die Erwartungen an uns erfüllen. Dabei funktionieren wir nach außen über lange Zeiträume sehr gut, erleben uns jedoch subjektiv irgendwann in unserer Leistungsfähigkeit reduziert. Dies kompensieren wir dann zunächst mit einer Erhöhung unserer Anstrengungen, oft über unsere natürlichen Ressourcen hinaus. Erste Überforderungsgefühle bleiben dabei oft unbeachtet.

 

 

Wenn die Kräfte nachlassen

 

Wird dieses Überforderungsgefühl wiederholt ignoriert und keine wirksamen Lösungen der zugrundeliegenden Ursachen gefunden, kommt es zunehmend zu einer reduzierten Belastbarkeit: Da die Aktivierung des Nervensystems immer weiter zunimmt, werden immer häufiger Stresshormone (Adrenalin und Cortisol) ausgeschieden. Der Körper befindet sich irgendwann anhaltend im „Fight-or-Flight“-Modus (Kampf oder Flucht), der sich evolutionär sonst nur bei lebensbedrohenden Situationen einstellen würde. Der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren und verbrennt seine Energiereserven.

Diese Überaktivierung entspricht einem Dauerstress führt irgendwann ggf. von Ängsten über Panikattacken, Schlafstörungen, depressiver Verstimmung und Antriebsschwäche bis zur totalen Erschöpfung. Auch körperliche Beschwerden wie Magenbeschwerden, Kopfschmerzen und andere körperliche Beschwerden können dazukommen.

Der Mensch fühlt sich nun kraftlos, ruhelos, leidet unter Hoffnungslosigkeit und Sinnlosigkeit bis hin zur Verzweiflung. In diesem Sinne gilt das Burnout Syndrom als mögliche Vorstufe einer Depression, die nicht mehr nur noch vorrangig den beruflichen, sondern letztendlich alle Lebensbereiche betrifft. Der „Ausgebrannte“ erlebt seine Umwelt als nicht mehr kontrollierbar und zieht sich immer weiter zurück.

 

 

Burnout – Auslöser und Ursachen

 

Das Ausgebranntsein kann scheinbar viele Ursachen haben. Das Burnout Syndrom gilt im allgemeinen als ein Problem der Lebensbewältigung. Tieferliegende Ursachen sind allerdings meist eine Entfremdung vom eigenen „Selbst“, von den eigenen Wünschen und Bedürfnissen und der eigenen Lebensaufgabe. Und dieser Entfremdung vom eigenen Wesen liegen viel häufiger als allgemein bekannt frühe Traumata aus der Kindheit (Entwicklungstrauma) zugrunde.

Die Ursachen für das Ausgebranntsein liegen somit zu einem großen Teil in jedem Einzelnen. Sie werden jedoch, wie oben beschrieben, zusätzlich in Form von Ansprüchen und Belastungen, die von außen an uns heran getragen werden, begünstigt. 

 

 

Burnout & Trauma (Entwicklungstrauma)

 

Viele Menschen haben das Gefühl, mit ihnen stimmt etwas nicht. Trotz jahrelanger Therapie empfinden sie weder Lebensfreude noch Sinnhaftigkeit. Die neuesten Erkenntnisse aus der Traumatherapie zum Thema Entwicklungstrauma bieten hierfür eine mögliche Erklärung und zudem einen neuen Therapieansatz.

Es ist noch wenig bekannt, dass als ein häufiger Hintergrund für Burnout frühen Traumatisierungen bzw. Entwicklungstraumata mit eine Rolle spielen. Ein unverarbeitetes Trauma führt meist zu einer dauerhaften Übererregung des Nervensystems. Dies wird von den Betroffenen manchmal nicht einmal mehr bemerkt, da sie sich bereits an diesen Zustand der Übererregung gewöhnt haben. Mit einem ohnehin schon dauererregten Nervensystem in der heutigen reizüberfluteten Welt zu leben, ist eine große Herausforderung.

Zudem können bei traumatisierten Menschen andere gravierende Probleme (z.B. dysfunktionale Verhaltensmuster im zwischenmenschlichen Kontakt) auftreten, die zusätzlich ein Burnout begünstigen können. Eine Burnout Therapie sollte somit auch die Bearbeitung früher Verletzungen und der damit einhergehenden Stressverarbeitungsstörung beinhalten.  

 

 

Fazit:

 

Jeder Mensch ist durch ganz individuelle Muster in den Burnout geraten und kann dem entsprechend auch nur durch Selbsterkenntnis eine nachhaltige Lösung finden. Es ist essentiell, dass jeder Betroffene selbst die nötigen Veränderungen durchführt. Das bedeutet vor allem, „bewusster“ zu werden und wieder neu zu lernen, auf die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu hören. Wir müssen lernen uns von den eigenen Erwartungen und den Erwartungen anderer zu befreien, unsere eigenen Maßstäbe zu setzen und unseren eigenen Weg zu gehen.

Können Sie sich vorstellen, wie liebevoll diese Welt wäre, wenn wir alle beitragen würden, was wir am besten können und ein Leben führen würden, das uns aus tiefstem Herzen erfüllt?

„Der Moment, in dem wir aufhören uns Gedanken darüber zu machen, was andere von uns halten, und wir anfangen, so zu leben wie wir möchten, ist der Moment, in dem wir frei sind!“